Europas Wilder Westen
  • Donnerstag 01:25 Uhr
Französisch-Guayana, das vermeintliche Paradies.

Es ist der äussste Rand der EU, mitten im südamerikanischen Regenwald: Französisch-Guayana, ein Überseegebiet der Grande Nation, 7.000 Kilometer von Paris entfernt. Die zweiteilige Dokumentation reist in das Gebiet um den Fluss Oyapock, der die Grenze zwischen Frankreich und Brasilien bildet. Hier wurde vor drei Jahren eine Brücke gebaut, die heute keiner haben will. 20 Kilometer entfernt befindet sich ein abgelegenes Indianerdorf im Schachfieber. Weiter landeinwärts sieht es anders aus: Perspektivlosigkeit, Alkoholmissbrauch – das vermeintliche Paradies ist längst keine heile Welt mehr.

Staffel 1 / Folge 1
Sendedaten
Donnerstag, 31. August,
02:05 bis 02:50
|Donnerstag, 31. August,
04:15 bis 05:00

Seit drei Jahren führt eine Brücke von Saint-Georges in Französisch-Guayana nach Oiapoque in Brasilien. Sie sollte die EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum, dem Mercosur, verbinden. Eine ziemlich wichtige Brücke könnte man meinen, aber in Betrieb nehmen kann oder will sie niemand. Die Brücke sei ein Symbol, sagt der französische Präfekt von Guayana Eric Spitz. Ein Symbol, das ihnen den Wald nehme, entgegnet der Palikur-Häuptling Roger Labonté. Und für den örtlichen Grundschuldirektor, einen Radsportverrückten, haben sie schlicht „die schönste, aber teuerste Trainingsstrecke Europas“ gebaut. Er kann die Brücke und ihre Zufahrtsstrasse ungestört nutzen, denn Verkehr gibt es nicht. Niemand will die Brücke einweihen, auch François Hollande wollte diese Aufgabe nicht übernehmen, als er im Dezember auf Staatsbesuch in Brasilien und dann in Französisch-Guayana weilte. Dabei waren die Kosten nicht unerheblich, allein Frankreich hat der Bau rund 38 Millionen Euro gekostet. Die Dokumentation betrachtet das umstrittene Bauwerk näher und fängt die explosive Stimmung ein, sowohl im französischen Saint-Georges wie auch auf der brasilianischen Seite. Er gleicht einer Realsatire, denn die Brücke erinnert an einen Schildbürgerstreich mitten im Dschungel.

Staffel 1 / Folge 1
Sendedaten
Donnerstag, 31. August,
01:25 bis 02:05
|Donnerstag, 31. August,
03:35 bis 04:15

Seit drei Jahren führt eine Brücke von Saint-Georges in Französisch-Guayana nach Oiapoque in Brasilien. Sie sollte die EU mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum, dem Mercosur, verbinden. Eine ziemlich wichtige Brücke könnte man meinen, aber in Betrieb nehmen kann oder will sie niemand. Die Brücke sei ein Symbol, sagt der französische Präfekt von Guayana Eric Spitz. Ein Symbol, das ihnen den Wald nehme, entgegnet der Palikur-Häuptling Roger Labonté. Und für den örtlichen Grundschuldirektor, einen Radsportverrückten, haben sie schlicht „die schönste, aber teuerste Trainingsstrecke Europas“ gebaut. Er kann die Brücke und ihre Zufahrtsstrasse ungestört nutzen, denn Verkehr gibt es nicht. Niemand will die Brücke einweihen, auch François Hollande wollte diese Aufgabe nicht übernehmen, als er im Dezember auf Staatsbesuch in Brasilien und dann in Französisch-Guayana weilte. Dabei waren die Kosten nicht unerheblich, allein Frankreich hat der Bau rund 38 Millionen Euro gekostet. Die Dokumentation betrachtet das umstrittene Bauwerk näher und fängt die explosive Stimmung ein, sowohl im französischen Saint-Georges wie auch auf der brasilianischen Seite. Er gleicht einer Realsatire, denn die Brücke erinnert an einen Schildbürgerstreich mitten im Dschungel.